250 000 Tiere:

Jungstöre werden ausgesetzt

Die Tiere wachsen in Fischzuchten auf, bevor sie in die Flüsse gelassen werden.

Auch in der Uckermark werden junge Störe gezüchtet.
Patrick Pleul Auch in der Uckermark werden junge Störe gezüchtet.

In Brandenburg werden wieder Störe ausgesetzt. Kommenden Montag werden Jungfische in Potsdam in die Havel entlassen, wie das Umweltministerium mitteilte. Bereits seit dem Jahr 1996 gibt es ein Projekt zum Wiederaufbau der Bestände des Europäischen und Baltischen Störs in Flüssen des Einzugsgebietes von Nord- und Ostsee. Bis Ende 2014 wurden im Rahmen dessen 750 000 kleine Störe in die Oder gesetzt, in diesem Jahr sollen es noch einmal bis zu 250 000 Tiere werden.

Auch die Flüsse Havel und Elbe sollen weiteren Zuwachs an Jungstören bekommen. Die Störe für die Wiederansiedlung stammen aus Fischzuchten. Die geschützte Art darf nicht gefangen werden.

Störe sind sehr alte, primitive Knochenfische, die zumeist im Meer leben und nur zum Laichen in Süßwassergewässer kommen. Auch die Jungtiere bleiben nicht sehr lange in den Flüssen, sondern wandern rasch in die Ostsee ab. Der Europäische und der Baltische Stör galt lange Zeit als fast ausgestorben.