Essen in Brandenburg:

Kantinen und Mensen setzen auf Regionales

Gäste brandenburgischer Mensen und Kantinen erwartet ein zunehmend breiteres Angebot zu erschwinglichen Preisen. Regionale Produkte liegen im Trend – noch vor Bio.

Der Salat in der Kantine kommt immer öfter aus dem Land.
Marc Tirl Der Salat in der Kantine kommt immer öfter aus dem Land.

Märkische Kantinen und Mensen erweitern kontinuierlich ihr Angebot. Die Gäste solcher Einrichtungen erwarten zunehmend auch regionale Produkte in ihrer Mahlzeit. Trotzdem sollen die Preise niedrig bleiben. Die Kunden sind nach Ansicht des Hauptgeschäftsführers des brandenburgischen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA), Olaf Lücke, anspruchsvoller geworden. „Der Trend zu Bioprodukten setzt sich fort – regional kommt aber noch vor Bio.“

Das Angebot müsse zwangsläufig erweitert werden, da die Wünsche vielfältiger würden, sagte Lücke. Kantinen und Großküchen kochten zunehmend auch für andere Einrichtungen wie Seniorenheime oder Kindergärten. Das sei neben Catering ein weiteres Standbein. Lücke verwies außerdem auf die verschärfte Konkurrenzsituation. „Wir konkurrieren mit Bäckern, Fleischern, Cafés und so weiter.“ Eine schnell zubereitete, ausgewogene Mahlzeit zu einem vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnis sei die Stärke regionaler Kantinen.

Diesen Vorteil hebt auch der Sprecher des Deutschen Studentenwerks (DSW), Georg Schlanzke, hervor. Die beiden Studentenwerke in Potsdam und Frankfurt (Oder) betreiben insgesamt 25 Einrichtungen an sieben Brandenburger Hochschulstandorten, darunter 13 Mensen. Schlanzke beobachtet auch bundesweit einen Trend zu regionaler Kost.

Es gebe in Brandenburg auch Restaurants, die zu den Stoßzeiten einen Mittagstisch nach Kantinenart anbieten. Abends liefe dann der normale Restaurantbetrieb weiter. Studenten in Frankfurt (Oder), Senftenberg, Cottbus und Eberswalde legen Wert auf kurze und transparente Anfahrtswege ihrer Menüzutaten. Wie der Sprecher des Studentenwerks in Frankfurt (Oder), Andreas Gaber, mitteilte, stehen Regionalität und Saisonalität im Fokus. „Der Koch wird aber auch direkt gefragt, wo die Kartoffeln herkommen.“

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