Versammlung in Bernau:

Kein Ende der Kita-Streiks in Sicht

Im Tarifkonflikt der Erzieher verhandeln beide Seiten nun immerhin. Solange noch kein Ergebnis vorliegt, wollen die Arbeitnehmer aber ihren Ausstand fortsetzen.

Vielerorts stehen Kinder und Eltern vor verschlossenen Türen.
Ralf Hirschberger Vielerorts stehen Kinder und Eltern vor verschlossenen Türen.

Die Streiks in den Brandenburger Kitas sollen in den kommenden Tagen noch ausgeweitet werden. Ab Donnerstag seien die Erzieherinnen auch in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) zum Ausstand aufgerufen, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Erich Mendroch am Dienstag. Heute werden auch die Kitas und die Sozialberatung des Berliner Studentenwerks wieder einbezogen.

Die regionalen Streikdelegierten sollen zudem gemeinsam zum Ort der Verhandlungen in dem Tarifkonflikt in Berlin ziehen, bevor sie über das weitere Vorgehen und die Streiks in den beiden Bundesländern diskutieren. Frühestens Anfang kommender Woche könnte der Ausstand an den kommunalen Kitas nach Gewerkschaftsangaben enden.

Streik schon in der vierten Woche

In Bernau (Barnim) versammelten sich laut Mendroch am Dienstag rund 400 Streikende aus der Region. Eberswalde (Barnim) gehörte wie Hennigsdorf und Oranienburg (beide Oberhavel), Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz) und die Region um Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) zu den Schwerpunkten des Ausstands in Brandenburg. Auch in der nunmehr vierten Streikwoche beteiligten sich der Gewerkschaft zufolge Hunderte Erzieherinnen und Sozialarbeiter am Arbeitskampf.

Beide Seiten müssten sich noch deutlich aufeinander zubewegen, damit der unbefristete Streik enden könne, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske, in Berlin. Die kommunalen Arbeitgeber wollten sich zunächst nicht äußern. Über ein Ergebnis der laufenden Verhandlungen wollen die Delegierten der Streikenden am Donnerstag in Frankfurt am Main beraten.

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