Anreiz nicht genutzt:

Kein Lehrer verlangt die „Buschzulage“

Brandenburg versucht Pädagogen mit einem Bonus in ländliche Regionen zu locken. Bisher hat dieses Angebot allerdings niemand angenommen. Woran liegt das?

Das Bildungsministerium will Lehrer in ländliche Regionen locken. Die Zulage scheint dafür aber nicht geeignet zu sein.
Patrick Pleul Das Bildungsministerium will Lehrer in ländliche Regionen locken. Die Zulage scheint dafür aber nicht geeignet zu sein.

Allen Anstrengungen des brandenburgischen Bildungsministeriums zum Trotz hat sich anscheinend noch kein Lehrer mit einer finanziellen Zulage in Randregionen wie Uckermark, Prignitz oder Lausitz locken lassen. Das berichtete die „Märkische Allgemeine“ (Sonnabend) unter Berufung auf die Antwort auf eine parlamentarischen Anfrage der CDU-Landtagsfraktion. „Da die Einstellungen der Lehrkräfte für das Schuljahr 2016/17 gerade erst angelaufen sind, bedurfte es noch keiner zuschlagsbehafteten Einstellungsangebote“, erklärte hingegen Bildungsminister Günter Baaske (SPD) in diesem Zusammenhang.

Da es schwer ist, junge Lehrer für die Schulen in den ländlichen Regionen zu begeistern, hatte Baaske vor gut einem Jahr die Initiative zu finanziellen Anreizen ergriffen. Sie gelten für Stellen, die seit längerer Zeit nicht nachbesetzt werden können. So können pro Lehrer über drei Jahre monatlich 300 Euro extra gezahlt werden, wenn sie diese Stellen übernehmen. Bei der Opposition im Brandenburger Landtag stößt die Initiative hingegen auf Kritik. „Der Bildungsminister sollte dringend ernsthafte Lösungen erarbeiten, statt weiter auf die offenbar nicht umsetzbare Buschprämie zu hoffen“, zitiert die Zeitung den bildungspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Gordon Hoffmann.