Situation spitzt sich zu:

Kein Nachschub für die Geldautomaten in Sicht

Der Geldtransporteur Prosegur streikt bis auf Weiteres. Deshalb legen immer mehr Banken ihre Automaten still.

Banknoten gibt es außerhalb der Geschäftszeiten bei den Filialen vielerorts nicht mehr.
             
Kay Nietfeld Banknoten gibt es außerhalb der Geschäftszeiten bei den Filialen vielerorts nicht mehr.  

Ein Teil der Geldautomaten in Berlin und Brandenburg ist auch am Donnerstag leer geblieben. Der Grund dafür ist ein unbefristeter Streik beim Geldtransport-Unternehmen Prosegur, der nach Angaben der Gewerkschaft Verdi auch am Donnerstag fortgesetzt wurde. Von der Nichtbelieferung betroffen seien die Automaten von insgesamt 18 Banken in Berlin und Brandenburg, sagte der Verhandlungsführer von Verdi, André Pollmann. Wie viele Automaten inzwischen nicht mehr befüllt werden, konnte er allerdings nicht genau sagen.

In dem Tarifkonflikt geht es um die Einkommenshöhe am Standort Potsdam von Prosegur. Verdi verlangt eine Zulage in Höhe von einem Euro zum Stundenlohn, der derzeit bei 10,92 Euro liegt. Damit solle ein Teil des Einkommensrückstands auf das Niveau in Westdeutschland aufgeholt werden. Zuletzt habe das Unternehmen allerdings lediglich eine Standortzulage von 65 Cent pro Stunde angeboten, und das nur unter der Bedingung, dass der Krankenstand von acht auf vier Prozent sinke. Verdi fordert dagegen eine bedingungslose Zulage ohne Rücksicht auf den Krankenstand.

Der Streik hat bereits vor mehr als einer Woche, am 28. April, begonnen. Nach Angaben von Verdi hielten zuletzt nur noch 50 der insgesamt 350 Mitarbeiter einen Notbetrieb aufrecht. Eine Firmensprecherin sagte am Donnerstag, es gebe keinen neuen Stand in dem
Tarifkonflikt.

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