Erstes jüdisches Gotteshaus in der Mark seit 1945:

Kirche ist jetzt eine Synagoge

Der frühere jüdische Sakralbau in Cottbus war 1938 bei den November-Pogromen durch die Nazis in Brand gesteckt worden.

Nun haben Vertreter der jüdischen Gemeinde die Schlüssel für ihr Gotteshaus von Superintendentin Ulrike Menzel (rechts) erhalten.
Bernd Settnik Nun haben Vertreter der jüdischen Gemeinde die Schlüssel für ihr Gotteshaus von Superintendentin Ulrike Menzel (rechts) erhalten.

Die jüdische Gemeinde in Cottbus hat erstmals seit den NS-Pogromen am 9. November 1938 wieder ein eigenes Gotteshaus – als erste jüdische Gemeinde in Brandenburg. Superintendentin Ulrike Menzel überreichte am Sonntag die Schlüssel der evangelischen Schlosskirche Cottbus an den Landesverband der Jüdischen Gemeinden Brandenburg. „Es ist schön, dass das Gebäude wieder ein Gotteshaus wird“, sagte Menzel.

Die Einweihung als Synagoge ist für den Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2015 geplant. Die jüdische Gemeinde in Cottbus wurde nach 1945 erst im Jahre 1998 wiedergegründet.

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