Die nächste Runde:

Kita-Streik geht weiter

Eltern müssen erfinderisch bleiben. In der nächsten Woche sollen etliche Kitas geschlossen blieben. Rückzahlungen dürfen die Betroffenen aber zunächst nicht erwarten.

Diese Kita in Kleinmachnow war eine von 450 kommunalen Einrichtungen, die dem Aufruf folgten.
Ralf Hirschberger Diese Kita in Kleinmachnow war eine von 450 kommunalen Einrichtungen, die dem Aufruf folgten.

Der Streik in brandenburgischen Kindertagesstätten wird in der kommenden Woche fortgesetzt. Von Mittwoch bis Freitag müssen sich vor allem Eltern im Südosten des Landes auf geschlossene Kitas einstellen, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Erich Mendroch. Etwa 2000 Beschäftigte von 450 kommunalen Einrichtungen hätten am Mittwoch in Brandenburg die Arbeit niedergelegt. Betroffen waren Kitas in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Havelland, Uckermark, Barnim, Dahme-Spreewald sowie in Eisenhüttenstadt und Neuruppin.

Die Forderungen der Gewerkschaften nach einer besseren Eingruppierung für die bundesweit 240 000 Erzieher und Sozialarbeiter würden im Durchschnitt zu einer Gehaltserhöhung von zehn Prozent führen. Das ist aus Sicht der Arbeitgeber nicht bezahlbar.

Anspruch auf Gebühren-Erstattung?

In Nordrhein-Westfalen können Eltern in Köln und Dortmund wegen des Streiks mit einer Rückerstattung der Gebühren rechnen. In Brandenburg stehen die Chancen dafür schlecht: Der Städte- und Gemeindebund hat in einem Rundschreiben an die Kommunen davon abgeraten, erklärte Geschäftsführer Karl-Ludwig Böttcher. Es bestehe kein Rechtsanspruch.

Städte und Gemeinden tragen laut Böttcher die Hauptlast der Finanzierung. Der Anteil der Eltern zur Mitfinanzierung liege dagegen bei 16,5 Prozent. Ob Essensgeld zurückgezahlt werden müsse, sei im Einzelfall zu prüfen, sagte Böttcher. Verdi empfiehlt den Eltern, Ansprüche geltend zu machen.

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