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Kleine Brauereien wachsen

Anders als die großen Hersteller verkaufen die kleinen Betriebe mehr Gerstensaft.

Vor allem die Sortenvielfalt macht kleine Bierhersteller beliebt.
Ronald Wittek Vor allem die Sortenvielfalt macht kleine Bierhersteller beliebt.

Kleine Brauereien sind in Brandenburg wieder kräftig am Wachsen. Es gebe inzwischen 22 von ihnen, nachdem die Wende zunächst lediglich eine Großbrauerei überlebt hatte, sagte der Vorsitzende des Fördervereins der Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien, Jörg Kirchhoff, am Dienstag in Potsdam. Mit ihrer jeweiligen Produktion zwischen 500 und 5000 Hektolitern pro Jahr kämen die kleinen Betriebe kaum der steigenden Nachfrage nach regionalen Bieren hinterher, obwohl sie Wachstumsraten zwischen 10 und 30 Prozent verzeichneten.

Insgesamt sinkt der Bierdurst in Deutschland allerdings nach und nach. Dass die kleinen Brauereien gegen den Gesamttrend wachsen, führte Kirchhoff auf die Sortenvielfalt zurück, die diese in den Markt bringen würden. Dennoch ging eine Handvoll Brandenburger Betriebe in den vergangenen rund 20 Jahren wieder ein.

An diesem Wochenende lädt der Förderverein zum 2. landesweiten Brauereitreffen nach Finsterwalde (Elbe-Elster). Dabei soll zum ersten Mal eine Brandenburger Bierkönigin gewählt werden.