Pannen-Flughafen:

Kleine Eröffnung bedeutet Mehrkosten

Für den Flughafen Berlin Brandenburg ist eine Teileröffnung im Gespräch. Der Probebetrieb würde wohl mehrere Millionen Euro zusätzlich kosten.

Eröffnet ist der BER noch immer nicht. Stattdessen gibt es immer wieder neue Spekulationen. Foto: Patrick Pleul
Patrick Pleul Eröffnet ist der BER noch immer nicht. Stattdessen gibt es immer wieder neue Spekulationen. Foto: Patrick Pleul

Der Nordflügel des Hauptstadtflughafens soll nach Informationen der Wochenzeitung „Die Zeit“ für 5,9 Millionen Euro umgebaut werden. Auf diese Weise könne dort ab April 2014 eine Teileröffnung mit drei Abflügen täglich ermöglicht werden. Das Blatt bezieht sich auf interne Strategiepapiere des Flughafens.

Will man den Nordpier künftig zur Abfertigung nutzen, müssen dort Schalter und Gepäckbänder installiert werden. Der Sprecher der Flughafengesellschaft wollte den Bericht nicht kommentieren. An diesem Freitag kommt der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft zusammen. Es bleibe aber dabei, dass der Aufsichtsrat erst am 25. Oktober über den Zeitplan für die Flughafeneröffnung entscheiden werde, sagte Sprecher Ralf Kunkel. Diese war im Januar wegen schwerer Bau- und Planungsfehler auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Die von Flughafenchef Hartmut Mehdorn angeregten Pläne sehen vor, auf dem neuen Flughafen mit einem Teilbetrieb im Nordpier zu beginnen. Der für die Baugenehmigung zuständige Baudezernent Carl-Heinz Klinkmüller vom Landkreis Dahme-Spreewald wies in der „Zeit“ darauf hin, dass der Nordpier „die Anforderungen an den Flugbetrieb, wie er derzeit von der Flughafengesellschaft favorisiert wird, längst nicht“ erfülle. Kunkel sagte dazu, die erforderlichen Unterlagen werden „in den nächsten Tagen an die Behörde übersandt“.

Der Vorteil einer Teileröffnung besteht nach früheren Angaben des Flughafens darin, dass die meisten Abläufe und technischen Systeme ohne großes Risiko getestet werden könnten.

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