Mittelalterlicher Münzhort:

Kleiner Schatz in Spargelfeld entdeckt

Ein Kfz-Sachverständiger hat nahe Beelitz eine seltenen Fund gemacht: zahlreiche verstreut liegende Denare. Die zweiseitig geprägten Silberpfennige wurden ausgegraben. Zufällig wurden die Münzen nicht gefunden.

Diese Münzen wurden nur wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche gefunden.
Mario Lippert Diese Münzen wurden nur wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche gefunden.

In einem Spargelfeld in der Nähe von Beelitz hat Hobby-Archäologe Mario Lippert (36) einen kleinen Schatz entdeckt. Er stieß auf einen mittelalterlichen Münzhort. "Sowas hat man vielleicht einmal im Leben", sagte der Kfz-Sachverständige, der nebenher ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger ist. Das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege berichtete jetzt über den Fund vom vergangenen November. Er sei in Absprache mit den zuständigen Behörden nicht aus Zufall an der Stelle mit seinem Metallsuchgerät unterwegs gewesen, sagte er. "Ich habe einen Faible für das Mittelalter. An der Stelle stand im Mittelalter ein Dorf."

Innerhalb von einer Stunde fand Lippert 70 verstreut liegende Denare (zweiseitig geprägte Silberpfennige). "Meist befanden sie sich nur wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche", berichtete ein Sprecher des Landesamtes. "Einige Tage später, jetzt in Zusammenarbeit mit einem Kollegen, konnte eine noch größere Anzahl dieser Pfennige, auch halbierte Stücke und Keramikscherben gesichert werden."

Eine sogenannte archäologische Not- und Rettungsgrabung wurde vorgenommen. "In deren Verlauf fand sich eine größere Ansammlung von Scherben und darunter viele eng aneinander liegende Pfennige in etwa 50 cm Tiefe." Offenbar hatten Bauern den Krug mit den Münzen irgendwann beim Beackern des Bodens unterirdisch zertrümmert, ohne es zu merken.

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