Noch eine andere Idee:

Kommt es zum Neubau am Hauptstadtflughafen?

Die Baugeschichte des BER ist reich an Pannen. Der Uckermärker Bundestagsabgeordnete Koeppen schlägt nun etwas Neues vor.

Verschiedene Politiker wollen zumindest mit dem Innenausbau noch einmal von vorne loslegen.
Patrick Pleul Verschiedene Politiker wollen zumindest mit dem Innenausbau noch einmal von vorne loslegen.

Angesichts der andauernden Probleme beim Hauptstadtflughafen BER schlägt die Brandenburger CDU einen Neubau als Lösung vor. „Wenn wir wirklich nicht weiterkommen, muss man das Gebäude entweder entkernen – das heißt: den Beton stehen lassen und innen alles neu machen – oder man baut wirklich neu“, sagte der Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen, der den Wahlkreis Uckermark/Barnim I vertritt.

Der Neubau sollte dann gleich größer sein und den aktuellen Vorschriften entsprechen, meinte der Politiker. Die Berliner Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast schloss sich an. „Wir wollen sehen, ob es nicht vielleicht am Ende günstiger ist, nebenan ein neues Gebäude zu errichten“, sagte sie. „Das Projekt BER ist final gescheitert“, erklärte Martin Delius, Vorsitzender des Berliner Flughafen-Untersuchungsausschusses dem Nachrichtenmagazin „Focus“ (Sonnabend). Er plädierte dafür, die Flughafengesellschaft in eine Betreiber- und Projektgesellschaft aufzuspalten. „Wahrscheinlich kommt dann heraus, dass es aus Steuerzahlersicht günstiger ist, den Verkehr über Tegel, Schönefeld und Leipzig/Halle abzuwickeln“, sagte der Politiker der Piraten-Partei.