Oranje Games in Oranienburg:

Kräftemessen im Schottenrock lockt Tausende Besucher

Sie rollen Fässer über die Wiese und tragen am liebsten Röcke: Starke Männer suchen für ihre Hobbys die Öffentlichkeit.

Oft kommt es nicht nur auf Kraft, sondern auch auf Geschicklichkeit an.
Bernd Settnik Oft kommt es nicht nur auf Kraft, sondern auch auf Geschicklichkeit an.

Es geht um viel Kraft, aber auch um viel Spaß: Die dritten Oranje Games lockten am Sonnabend und Sonntag mehrere Tausend Besucher in den Schlosspark von Oranienburg (Oberhavel). Die Besucher liebten die Mischung aus Highlandgames und mittelalterlichem Spektakel, teilten die Organisatoren am Sonntag mit. Seit Beginn der Spiele am Sonnabend zählten sie bis Sonntagnachmittag rund 4700 Besucher; rund 5500 sollten es bis zum Abend werden. Bei bestem Wetter war der historische Park gut gefüllt, viele Schaulustige machten es sich auf dem Rasen bequem.

Unterdessen schleppten starke Männer und Frauen Steine um die Wette, warfen Baumstämme so weit sie konnten oder zogen Taue mit großer Wucht dem Gegner aus den Händen. Auch Fässer wurden über die Wiese gerollt, Strohsäcke in die Luft geworfen – Kräftemessen in zehn Disziplinen.

Zehn Männermannschaften und ein Frauenteam

Zum Auftakt gingen im Schlosspark direkt an der Havel zehn Männer- und eine Frauenmannschaft aus ganz Deutschland mit jeweils fünf Highland-Wettkämpfern an den Start. Die Mannschaftssieger kamen diesmal aus Berlin, Jena und Leipzig.

Schon nach wenigen Handgriffen kamen sie nicht nur wegen des traumhaften Frühlingswetters mit mehr als 20 Grad kräftig ins Schwitzen. So galt es, Steinkugeln von bis zu 110 Kilogramm Gewicht zu bewegen, Baumstämme von bis zu 4,50 Metern Länge durch die Luft zu wirbeln und Strohsäcke bis zu 7,50 Meter hoch über ein Netz zu werfen.

Am Sonntag wurden die besten „Einzelkämpfer“ gesucht. Nach Veranstalterangaben machten 13 Männer und drei Frauen die Titel der dritten Oranje Games unter sich aus.

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!