Bilanz vorgestellt:

Kredit für Flughafen - Förderrekord bei Investitionsbank

Ob Weiterbildung für eine Mitarbeiterin im Pflegedienst oder Investition eines Großbetriebes: Fördermittel sind in beiden Fällen möglich. Die ILB reicht nach Prüfung das Geld aus.

Der Neubau der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) in Potsdam wird im Frühjahr bezogen.
Ralf Hirschberger Der Neubau der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) in Potsdam wird im Frühjahr bezogen.

Die Investitionsbank Brandenburg ILB meldet einen Förderrekord von knapp 2 Milliarden Euro für das vergangene Jahr. Wesentlich dazu beigetragen hat ein umstrittenes Millionen-Darlehen für die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg. Es sei das beste Ergebnis der vergangenen 20 Jahre, betonte Tillmann Stenger, Vorsitzender des ILB-Vorstandes, am Montag in Potsdam. Ohne das Geld für den Flughafen wären es jedoch weniger Fördermittel als 2015 mit rund 1,45 Milliarden Euro. Kritiker bemängeln den Kredit angesichts unklarer Eröffnungstermine des neuen Hauptstadtflughafens BER.

Das Geld habe die ILB im Rahmen eines Bankenkonsortiums bereitgestellt, betonte Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke), der zugleich ILB-Verwaltungsratsvorsitzender ist. Die Summe sei zu 100 Prozent verbürgt bis Mitte 2018. Für den Fall, dass darüber hinaus Mehrkosten entstünden, müsse die Flughafengesellschaft selbst geeignete Maßnahmen ergreifen, betonte der Minister.

Mit den ausgereichten knapp 2 Milliarden Euro Fördermitteln werden laut ILB in den kommenden Jahren landesweit rund 5074 Projekte unterstützt und Investitionen in Höhe von etwa 2,9 Milliarden Euro angeschoben. Das Geld werde für Infrastrukturprojekte in Kommunen, im Bereich Wirtschaft sowie für Weiterbildungen eingesetzt. Die ILB betreut im Auftrag des Landes Förderprogramme, entwickelte aber auch eigene Produkte.