Hochwasser:

Land bedankt sich bei Fluthelfern mit Medaille

Tausende Helfer stemmten sich im Juni gegen die Hochwasserfluten in Brandenburg. Jetzt gibt es ein großes Dankeschön.

Im Juni stand das Hochwasser in einigen Orten – wie hier in Breese – in den Straßen.
Axel Heimken Im Juni stand das Hochwasser in einigen Orten – wie hier in Breese – in den Straßen.

Brandenburg will sich bei den Tausenden Juni-Hochwasser-Helfern mit einer speziellen Medaille bedanken. „Die Landesregierung möchte die Helferinnen und Helfer damit für deren großen Einsatz sichtbar ehren“, sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) in Mühlberg (Elbe-Elster) bei einer ersten Dankeschön-Veranstaltung. Die Flutmedaille solle zu einem späteren Zeitpunkt verliehen werden.

Allein im Landessüden hätten etwa 17 000 Menschen „mutig und unermüdlich“ geholfen, Städte und Gemeinden vor dem Hochwasser zu schützen, sagte Platzeck vor gut 500 geladenen Hochwasserhelfern aus den Landkreisen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und der Stadt Cottbus. Eine zweite Veranstaltung für die Helfer in der Prignitz und im Havelland ist für September in Wittenberge (Prignitz) geplant.

Das Hochwasser der Elbe hatte in Mühlberg am 7. Juni nach Angaben der Stadtverwaltung 9,89 Meter erreicht und lag damit nur knapp unter dem Rekordwert von 9,98 Meter bei der Jahrhundertflut 2002. Am Pegel Wittenberge stieg die Elbe am 9. Juni dieses Jahres auf den historischen Spitzenwert von 7,85 Meter, ein halber Meter mehr als 2002. Der Flutpegel der Elbe war etwa dreimal höher als sonst. Hochwasser führten auch die Spree, Lausitzer Neiße, Schwarze Elster, Havel und die Stepenitz.

Die größtenteils sanierten Deiche hielten zwar dem Druck stand, dennoch richtete das Wasser Schäden an Gebäuden und auf Agrarflächen an. Brandenburg erhält für die Beseitigung der Hochwasserschäden 112 Millionen Euro aus dem milliardenschweren Fonds des Bundes.

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