Forderung der Gewerkschaft Verdi:

Land soll Geld für Nahverkehr zahlen

Seit fast 20 Jahren gibt Brandenburg für Busse und Bahnen nur Bundesmittel an die Kommunen weiter.

Für den Busverkehr gibt es vielerorts zu wenig Geld.
Patrick Pleul Für den Busverkehr gibt es vielerorts zu wenig Geld.

Weil es immer mehr Fahrgäste gibt und Verbindungen auf dem Land wegfallen, will die Gewerkschaft Verdi vom Land Brandenburg finanzielle Unterstützung im Nahverkehr. Seit knapp 20 Jahren gebe die Landesregierung kein eigenes Geld mehr für Züge, Busse und Bahnen, sondern verteile nur Bundeszuschüsse, klagte Gewerkschaftssekretär Marco Pavlik am Mittwoch auf einer Konferenz mit rund 100 Betriebsräten von Nahverkehrsunternehmen in Potsdam. Neben der Sicherung der Buslinien besonders auf dem Land sei auch der von der EU vorgeschriebene behindertengerechte Umbau von Fahrzeugen und Bahnsteigen wichtig.

Landesverkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) erklärte, die Landesregierung setze sich dafür ein, dass die Finanzierung des Nahverkehrs für Millionen Fahrgäste gesichert ist.

Die Betriebsräte überreichten der Ministerin die Forderung, das Land solle ab dem kommenden Jahr 100 Millionen Euro aus eigenen Mitteln für Busse und Bahnen bereitstellen. Die Bundesmittel von 417 Millionen Euro sollten dann uneingeschränkt in den Regionalzug-Verkehr fließen. Derzeit gehen davon 90 Millionen Euro an die Kommunen für Busse und Bahnen.

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