Werk Hennigsdorf:

Land und IG Metall wollen Jobs bei Bombardier erhalten

Zuletzt hatte der kanadische Konzern angekündigt, in den deutschen Werken 1430 der knapp 10 500 Arbeitsplätze zu streichen.

Der Standort in Hennigsdorf gehört zu den wichtigsten Bahnwerken in Deutschland.
Bernd Settnik Der Standort in Hennigsdorf gehört zu den wichtigsten Bahnwerken in Deutschland.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) setzt sich nach dem angekündigten Stellenabbau beim Zughersteller Bombardier für den Standort Hennigsdorf ein. Er stehe in Kontakt mit der Hennigsdorfer Unternehmensführung, führe mit dem Betriebsrat und der IG Metall und Gespräche, erklärte Gerber am Donnerstag. In der kommenden Woche will die Konzernleitung bekannt geben, wie viele Stellen in Hennigsdorf wegfallen sollen, meldeten Medien unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher.

Der kanadische Konzern hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass in Deutschland 1430 der knapp 10 500 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Hintergrund sei die schwierige Marktsituation mit stärker werdender Konkurrenz aus Osteuropa und Asien, hieß es in dem Bericht weiter.

Die Gewerkschaft IG Metall will den drohenden Stellenabbau in Hennigsdorf allerdings nicht kampflos hinnehmen. „Wir verurteilen die Pläne, Sparmaßnahmen auf dem Rücken der Beschäftigten bei Bombardier auszutragen“, sagte Olivier Höbel, IG Metall Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen. „Wir fordern Bombardier auf, mit Betriebsrat und IG Metall zu verhandeln, sodass auch Leiharbeitskräfte vor Entlassungen geschützt werden.“

Auf einer gemeinsamen Konferenz am 4. März wollen die Gewerkschaften und die Betriebsräte einen Aktionsplan zum Vorgehen bei Bombardier erarbeiten.

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