"Kabinett vor Ort":

Landesregierung bringt konkrete Pläne für BTU mit

Ein Besuch mit Signalwirkung: Demonstrativ hat das Kabinett einen der Standorte der neuen Lausitzer Hochschule besucht. Sie ist noch immer umstritten, geht aber bald mit neuem Profil ins Wintersemester.

In der Reihe „Kabinett vor Ort“ zog es die Landesregierung diesmal nach Senftenberg. Zum ersten mal unter der Federführung von Dietmar Woidke (rechts).
Bernd Settnik In der Reihe „Kabinett vor Ort“ zog es die Landesregierung diesmal nach Senftenberg. Zum ersten mal unter der Federführung von Dietmar Woidke (rechts).

Senftenberg. Die Pläne der Landesregierung für die neu gegründete Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg als Modellstandort für Pflege und Gesundheit nehmen Form an. Am Dienstag tagte das rot-rote Kabinett erstmals unter Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) auswärtig in Senftenberg. Dabei ging es um Perspektiven des Campus Senftenberg.

Die Neugründung der Hochschule, die aus der BTU Cottbus und der Hochschule Lausitz hervorging, ist bis heute umstritten. Gegen die Fusion laufen ein Volksbegehren und mehrere Verfassungsbeschwerden.

An der am 1. Juli gegründeten Universität sollen ab diesem Wintersemester zwei neuartige Bachelor-Studiengänge angeboten werden: Pflege- und Therapiewissenschaft. Das Besondere: Beide Abschlüsse beinhalten eine Berufszulassung als Pfleger oder Physiotherapeut. Ein passender Masterstudiengang soll im kommenden Jahr hinzukommen. „Ich freue mich, dass unser Land auf diesem für die ganze Bundesrepublik so wichtigem Feld mit den Modellstudiengängen eine Vorreiterrolle einnimmt“, sagte Woidke. Für die Studiengänge stünden jährlich bis zu 3,2 Millionen Euro zur Verfügung. Der Ministerpräsident gab beim Besuch auch den Startschuss für den Bau eines neuen Innovationszentrums am Campus. Dort sollen Unternehmen in ihrer Gründungsphase Unterschlupf finden. Das Zentrum wird mit 2,3 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert.

In der Reihe „Kabinett vor Ort“ traf die Landesregierung die Verantwortlichen des Landkreises Oberspreewald-Lausitz um Landrat Siegurd Heinze (parteilos). Auf der Tagesordnung standen die Entwicklung der Westlausitz und der Grundwasserwiederanstieg in der Lausitzer Tagebaufolgelandschaft.

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