Brief an Bahnchef Grube:

Landesregierung für neues Gespräch zum Bahnwerk

Das Land Brandenburg will das Instandsetzungswerk in Eberswalde unbedingt erhalten. Die Deutsche Bahn will es Ende 2016 schließen.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber
Lukas Schulze Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber

Brandenburg will mit der Deutschen Bahn noch einmal wegen der Zukunft des Bahnwerkes Eberswalde ins Gespräch kommen. Er habe an Bahnchef Rüdiger Grube einen Brief geschrieben, sagte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) am Donnerstag in einer Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses des Brandenburger Landestages. Sie wurde kurzfristig anberaumt, weil die Abgeordneten mehr Details über das Angebot einer Bahnwerk-Übernahme forderten.

„Wir wollen noch einmal unsere Positionen erläutern“, betonte Gerber. Zudem werde er über den am Mittwoch einstimmig gefassten Landtags-Beschluss das Unternehmen informieren. Danach soll sich die Landesregierung bei der Bahn dafür einsetzen, dass das Werk zu fairen Bedingungen an einen Investor verkauft wird. Gleichzeitig soll aber die Übernahme durch das Land geprüft werden. Für einen möglichen Investor sollen dann Fördergelder bereitstehen.

Die Bahn will das Werk Eberswalde mit 350 Mitarbeitern Ende 2016 schließen. Ein direkter Verkauf an einen Investor wird bislang nicht ins Auge gefasst. In der 40 000 Einwohner-Stadt im Barnim ist die Bahn ein bedeutender Arbeitgeber. Ihre Entscheidung zur Werkschließung wird stark kritisiert.