Niedrige Beweggründe:

Lebenslang für Mord an Kleinkind gefordert

Die kleine Lily wurde nicht einmal zwei Jahre alt. Der Lebensgefährte ihrer Mutter quälte sie eine Nacht lang zu Tode. Ein erste Urteil wegen Totschlags wurde aufgehoben. Nun wurde eine höhere Strafe beantragt.

Der Angeklagte Christian E. wurde im Oktober 2014 wegen Totschlags verurteilt. Am Montag begann der Revisionsprozess gegen ihn.
Patrick Pleul Der Angeklagte Christian E. wurde im Oktober 2014 wegen Totschlags verurteilt. Am Montag begann der Revisionsprozess gegen ihn.

Im Revisionsprozess um den gewaltsamen Tod der kleinen Lilly aus Strausberg haben Staatsanwaltschaft und Nebenklage eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes beantragt. Der 27 Jahre alte ehemalige Lebensgefährte der Mutter habe das Kind in der Nacht vom 10. zum 11. Dezember 2013 aus niedrigen Beweggründen grausam zu Tode gequält, plädierten sie am Montag vor dem Landgericht Frankfurt (Oder). Zudem sollte in einem Urteil die besondere Schwere der Schuld des Angeklagten festgestellt werden.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte das erste Urteil vom Oktober 2014 aufgehoben. Der Mann war damals vom Landgericht Frankfurt (Oder) wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren verurteilt worden. Gegen das aus seiner Sicht zu geringe Strafmaß hatte der leibliche Vater von Lilly als Nebenkläger Revision eingelegt. Dem folgte der BGH, der das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe erfüllt sieht. Am 3. Februar wird ein neues Urteil erwartet.