"Mord ohne Leiche":

Lebenslange Haft angetreten

Die 62-Jährige war zusammen mit ihrem Sohn wegen eines Auftragsmordes an der ehemaligen Freundin des Sohnes verurteilt worden.

Die Frau (rechts, von hinten) war im Juli 2014 verurteilt worden.
Bernd Settnik Die Frau (rechts, von hinten) war im Juli 2014 verurteilt worden.

Nach dem jahrelangen Verfahren um den Mord an einer Hochschwangeren im Jahr 1997 hat eine 62-jährige Frau ihre lebenslange Haftstrafe angetreten. Sie bestellte nach Überzeugung des Gerichts einen Auftragsmörder, der zusammen mit ihrem heute 36 Jahre alten Sohn dessen damals 17 Jahre alte Freundin tötete, damit er nicht für das gemeinsame Kind aufkommen muss. Der 36-Jährige war in einem Indizienprozess in Neuruppin zusammen mit seiner Mutter verurteilt worden. Seine Haftstrafe habe er aber noch nicht angetreten, die Frist sei noch nicht verstrichen, teilte die Staatsanwaltschaft Neuruppin mit.

Seit der vergangenen Woche ist das Urteil des Landgerichts Neuruppin vom Juli 2014 rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof in Leipzig hat am vergangenen Dienstag die Revision der beiden verworfen. Die Leiche des Mädchens wurde nie gefunden. Daher war in dem Verfahren von einem "Mord ohne Leiche" die Rede.

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