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Linksautonome bekennen sich zu Verwüstungen

Randalierer haben am Wochenende in Berlin-Mitte für Zerstörungen gesorgt. In einem Bekennerschreiben nennen sie nicht nur fragwürdige Motive.

Die Täter haben bei ihren Ausschreitungen unter anderem die Fenster zahlreicher Büros beschädigt.
Paul Zinken Die Täter haben bei ihren Ausschreitungen unter anderem die Fenster zahlreicher Büros beschädigt.

Kurz nachdem linksautonome Vermummte eine Straße in Berlin-Mitte verwüstet haben, ist ein Bekennerschreiben veröffentlicht worden. Die Überschrift des Textes auf einer linksradikalen Internetseite lautete: „Farbe, Steine und Feuer gegen die Stadt der Reichen“. Die „Aktion“ in der Alten Jakobstraße habe auf einen Luxusneubau mit Eigentumswohnungen, ein Immobilienbüro, ein Umspannwerk eines Energiekonzerns, teure Autos, ein Hotel und einen Supermarkt gezielt.

Zu Begründung schrieben die Autonomen in dem veröffentlichten Text: „Während die einen auf die Wertsteigerung anstoßen, müssen sich andere vor Zwangsräumungen fürchten.“ Gleichzeitig drohten sie für die Zukunft mit weiteren Sachbeschädigungen: „Solange aus Wohnraum Profit gemacht wird, heißt unsere Initiative Sabotage und Zerstörung.“

Die schwarz gekleideten Autonomen waren in der Nacht zu Sonntag in Gruppen von fünf bis sechs Menschen durch die Alte Jakobstraße nahe der Bezirksgrenze zu Kreuzberg gezogen. Sie zündeten mehrere Autos an, warfen Brandsätze auf eine Baustelle, Steine in Fensterscheiben eines Hotels und einiger Büros sowie Behälter mit Teer in ein Hotel.

Gleichzeitig errichteten sie Barrikaden aus brennenden Autoreifen an den Kreuzungen und warfen Stahlkrallen – sogenannte Krähenfüße – auf die Straße, um Feuerwehr und Polizeiautos fernzuhalten. Als die Polizei eintraf, waren die Täter bereits entkommen.