Einblicke in das Leben:

Loriot-Schau lockt ins Stadtschloss

Er war der wohl berühmteste Humorist Deutschlands. Bis Juni erinnert eine Ausstellung an den gebürtigen Brandenburger.

Der Künstler Vicco von Bülow alias Loriot starb 2011.
Stephanie Pilick Der Künstler Vicco von Bülow alias Loriot starb 2011.

Loriot ist zu Gast im brandenburgischen Landtag – da darf seine legendäre, phrasenreiche „Bundestags-Rede“ nicht fehlen. Schauspieler Harald Arnold präsentierte sie Vicco von Bülow (1923-2011) zu Ehren am Dienstag und eröffnete damit eine Ausstellung über den 2011 gestorbenen Künstler.

Unter dem Titel „Moooment – Loriot, der Brandenburger in Brandenburg“ stellt die Schau das bewegte Leben des Humoristen dar. Sie wurde unmittelbar nach dem Tod Loriots von dem Verein Die Altstädter und dem Büro „ZEIT seeing“ in seiner Heimatstadt Brandenburg/Havel initiiert und von rund 7000 Menschen besucht. Bis zum 19. Juni ist die Ausstellung nun im Foyer des Landtagsschlosses in Potsdam zu sehen.

1985 erste Loriot-Ausstellung in der DDR

Ein Schwerpunkt der Schau sind private und politische Umstände, unter denen 1985 die erste Loriot-Ausstellung in der DDR im Dom zu Brandenburg eröffnet werden konnte. Das nachfolgende Engagement des Künstlers für seine Geburtsstadt mündete 1993 in der Gründung der Vicco-von-Bülow-Stiftung. Im gleichen Jahr wurde der Humorist zum Ehrenbürger der Stadt ernannt.

Dort soll künftig auch ein besonderes Denkmal an den Künstler erinnern. Das „Waldmopszentrum“ soll zur Eröffnung der Bundesgartenschau in der Havelregion am 18. April 2015 fertig sein. Es erinnert an einen Sketch Loriots, in dem er über den „Wilden Waldmops“ referierte.