Wohnen in der City beliebt:

Märkische Innenstädte sollen schöner werden

Seit 1990 wurden in den Stadtzentren unzählige Bauten saniert und Plätze neu gestaltet. Vielerorts gibt es aber noch viel zu tun.

Der Bahnhof von Brandenburg/Havel wurde zuletzt grundlegend restauriert.
Bernd Settnik Der Bahnhof von Brandenburg/Havel wurde zuletzt grundlegend restauriert.

Brandenburg will nach Angaben von Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (parteilos) in den nächsten Jahren die Sanierung historischer Innenstädte vorantreiben. Am Montag informierte sich die Ministerin in Brandenburg/Havel über Stadtentwicklungskonzepte. Es gebe einen regelrechten Run auf die Innenstädte. „Die Menschen wollen die kurzen Wege, die Lebensqualität“, betonte sie in einem Zeitungsinterview und verwies auf die Zuzüge in die größeren Städte.

„Es gibt immer noch viel Siedlungsbrei“, beklagte sie zugleich unter Hinweis auf einige außerhalb der Stadtzentren entstandene Wohnparks, die vielfach schon zu DDR-Zeiten gebaut wurden. Sie seien nicht optimal mit der Umgebung abgestimmt worden. Die Kommunen wurden aufgefordert, integrierte Konzepte zu entwickeln.

In den vergangenen Jahren 34,5 Millionen Euro investiert

Laut Schneider hat das Land in den vergangenen Jahren unter anderem insgesamt 34,5 Millionen Euro in Stadtentwicklungsprojekte und innerstädtische Verkehrsanbindungen in den Bundesgartenschau-Städten Brandenburg/Havel, Rathenow und Premnitz investiert. Damit sei ein deutliches Plus an Lebensqualität in diesen Städten erreicht worden, erklärte die Ministerin.

So wurden der Bahnhof und sein Umfeld in Brandenburg/Havel grundlegend umgestaltet, der Nicolaiplatz und dessen Verkehrsanlagen generalüberholt. In Rathenow wurde die Hauptgeschäftsstraße saniert, und in Premnitz wurden
Wohnquartiere neu gestaltet.