:

Märkische Schulen sorgen für Streit

Die Bildungspolitik im Land ist eine Dauerbaustelle. Daran wird sich wohl so bald auch nichts ändern.

Lehrer und Schüler haben Vieles zu kritisieren.
Felix Kästle Lehrer und Schüler haben Vieles zu kritisieren.

„Gern hätten wir das in den Ausschuss überwiesen, aber die Auffassungen in der Koalition sind unterschiedlich“, sagte Kathrin Dannenberg (Linke) im Potsdamer Landtag. Deutlicher konnte sie es kaum sagen: Bei den Schulzentren, die im Wahlprogramm der Linken noch „Gemeinschaftsschule“ hießen, gibt es weiterhin Differenzen zwischen SPD und Linken. Als die Grünen am Donnerstag einen Antrag einbrachten, der die Schaffung einer weiteren Demografiekommission im Bildungsministerium und den Ausbau von Schulzentren forderte, lehnte die Linkspartei die Überweisung des Antrags in den zuständigen Fachausschuss ab.

Obwohl Dannenberg zuvor ausdrücklich erklärt hatte, den Bedarf für eine weitere Demografiekommission zu sehen – anders als die SPD-Abgeordnete Simona Koß. Sie sprach von „purem Aktionismus“. Für eine weitere Demografiekommission gebe es keine Notwendigkeit.

Zuvor hatte die Bildungspolitikerin der Grünen, Marie-Luise von Halem, daran erinnert, dass die Regierung kleine Grundschulstandorte mit flexiblen Modellen erhalten wolle. So stehe es im Koalitionsvertrag. Das aber sei noch keine Umsetzungsstrategie dafür. Dagegen nannte der CDU-Bildungspolitiker Gordon Hoffmann die Schulzentren lediglich ein „Placebo für die Linken“.