Neue Vereinbarung:

Märkische und polnische Polizisten kooperieren enger

Drogenhandel oder Autohehlerei über die Grenze zwischen Brandenburg und Polen kommen noch immer häufig vor. Deshalb sollen die Polizeibeamten beider Länder noch besser zusammenarbeiten.

Die deutsche und die polnische Kriminalpolizei bald eine gemeinsame Dienststelle erhalten.
Patrick Pleul Die deutsche und die polnische Kriminalpolizei bald eine gemeinsame Dienststelle erhalten.

Deutsche und polnische Polizisten fahren gemeinsam Streife und Staatsanwaltschaften tauschen Informationen aus. Nun soll die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität weiter intensiviert werden. Es ist eine gemeinsame Dienststelle der Kriminalpolizei (Kripo) geplant, wie das Polizeipräsidium des Landes Brandenburg am Donnerstag mitteilte. Deutsche und polnische Ermittler könnten dann unter einem Dach gemeinsam gegen grenzüberschreitende Kriminalität vorgehen. 

Im polnischen Swiecko unterzeichneten Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke und der Woiwodschaftskommandant der Polizei in Gorzow, Jaroslaw Janiak, am Donnerstag eine entsprechende Vereinbarung. Demnächst sollen EU-Fördermittel für das Projekt beantragt werden. Wo die Dienststelle einmal ihren Sitz haben könnte, ist allerdings noch unklar. Die neue Polizei-Vereinbarung sieht weitere Neuerungen vor: Eine gemeinsame Koordinierungsgruppe soll sich mindestens einmal im Monat treffen, um Informationen zu mutmaßlichen Straftätern auszutauschen, wie es weiter hieß. Die Treffen werden demnach voraussichtlich im Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit im polnischen Swiecko stattfinden.

Die etwa zehnköpfige Gruppe soll aus Ermittlern der Kriminalpolizei Gorzow und Mitgliedern der Sonderkommission „Grenze“ des Landeskriminalamts Brandenburg bestehen. Es soll unter anderem um Banden- und Kfz-Kriminalität gehen.

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