Täter verurteilt:

Mann bespuckt dunkelhäutigen Notarzt

Ein betrunkener Mann stürzte bei einer Feier auf einen Glastisch und zog sich dabei Schnittverletzungen zu. Einen zur Hilfe gerufenen Notarzt beleidigte und bespuckte er - weil dieser schwarz war. Nun wurde der Mann verurteilt.

Fünf Monate Gefängnis auf Bewährung bekam ein Mann, weil er einen schwarzen Notarzt beleidigte und bespuckte.
Patrick Seeger Fünf Monate Gefängnis auf Bewährung bekam ein Mann, weil er einen schwarzen Notarzt beleidigte und bespuckte.

Ein Mann, der einen dunkelhäutigen Notarzt rassistisch beleidigt und bespuckt haben soll, ist gut zwei Wochen nach dem Vorfall verurteilt worden. Der 28-Jährige wurde mit fünf Monaten Gefängnis auf Bewährung bestraft und soll laut Urteil vom Dienstag 150 Sozialstunden ableisten. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Neuruppin. Zuvor hatten verschiedene Medien über das Urteil des Amtsgerichts Oranienburg vom Montag berichtet.

Den Berichten zufolge war der arbeitslose Hartz-IV-Empfänger bei einer Feier betrunken auf einen Glastisch gestürzt und hatte sich mehrere Schnittwunden zugezogen. In der Notaufnahme habe ihn ein aus Kamerun stammender Mediziner behandeln wollen, der seit 18 Jahren in Deutschland lebt. Laut Aussagen von Klinikumsmitarbeitern soll der Betrunkene den Arzt aufs Übelste rassistisch beschimpft, bespuckt und mit dem Tode bedroht haben.

Die Behandlung hat der Mann den Zeugenaussagen zufolge nicht zugelassen und das Krankenhaus mit ungenähten Wunden verlassen. Noch in derselben Nacht hatte sich der Pöbler erneut verletzt. Darauf hatte er sich widerspruchslos von einem anderen Arzt behandeln lassen.

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