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„Maskenmann“ will es nicht gewesen sein

Die Ermittlungen nach der Festnahme des mutmaßlichen "Maskenmannes" laufen auf Hochtouren. Der Mann, der für brutale Überfälle und Kidnapping verantwortlich sein soll, schweigt.

Der Knüppeldamm, ein Wanderweg zwischen Storkow und Wendisch-Rietz: Wenige hundert Meter entfernt wurde am 05. Oktober 2012 ein Berliner Investment-Manager von seinem Entführer am Ufer der Storkower Sees zwischen Erlen und Morast gefangen gehalten.
Patrick Pleul Der Knüppeldamm, ein Wanderweg zwischen Storkow und Wendisch-Rietz: Wenige hundert Meter entfernt wurde am 05. Oktober 2012 ein Berliner Investment-Manager von seinem Entführer am Ufer der Storkower Sees zwischen Erlen und Morast gefangen gehalten.

Der Tatverdächtige, der in Brandenburg zwei Millionärsfamilien brutal überfallen und einen Manager entführt haben soll, sieht sich als unschuldig. „Gleich nach der Festnahme und bei der Verkündung des Haftbefehls hat er das angedeutet“, sagte der Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder), Ulrich Scherding. Der 46-Jährige mit langem Vorstrafenregister war am Dienstagabend in Berlin festgenommen worden. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Weitere Vernehmungen stünden an, sagte Scherding. Bislang habe sich der Mann zur Sache nicht eingelassen. Der Tatverdacht gründe sich auf eine Reihe von Indizien. Nach Angaben von Scherding laufen Durchsuchungen an Orten, an denen sich der „Maskenmann“, so genannt wegen der bei den Taten getragenen auffälligen Maske, aufgehalten hatte. Im Frühjahr hatte der durchtrainierte Mann seine Berliner Wohnung aufgegeben und war in Waldgebieten in Brandenburg untergeschlüpft.

„Wann Anklage erhoben wird, steht noch nicht fest“, sagte der Sprecher. Wegen der Schwere der Taten drohe dem Tatverdächtigen bei einer Verurteilung eine lebenslängliche Haftstrafe.

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