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Matthias Platzeck verlässt die Landespolitik

Als Ministerpräsident war er schon zurückgetreten, nun gibt Platzeck bekannt, dass er auch als uckermärkischer Abgeordneter zur nächsten Wahl nicht mehr antreten wird. Was er stattdessen tun möchte, hat er auch verkündet.

Der ehemalige brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD, Mitte) sitzt nach seinem Rücktritt auf seinem Abgeordnetenplatz. Auch diesen wird er demnächst räumen.
Ralf Hirschberger Der ehemalige brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD, Mitte) sitzt nach seinem Rücktritt auf seinem Abgeordnetenplatz. Auch diesen wird er demnächst räumen.

Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) verlässt die Landespolitik. Er werde bei der Landtagswahl kommendes Jahr nicht mehr antreten, kündigte der 59-Jährige seiner Fraktion an. „Ich habe erkannt, dass ich den Schnitt nach den langen Jahren in Regierungsverantwortung nicht nur halb, sondern ganz machen will“, sagte Platzeck. Er habe im Herbst nochmals ein gesundheitliches Warnzeichen erhalten und wolle sich nun auf seine Engagements in politischen und sozialen Stiftungen konzentrieren. Sein Abgeordnetenmandat will Platzeck aber noch bis zur Wahl ausüben.

Platzeck war im vergangenen August nach einem leichten Schlaganfall als Regierungschef zurückgetreten. Er ist aber noch in zahlreichen Organisationen aktiv. So hatte er jüngst die Schirmherrschaft der Stiftung „Familien in Not“ übernommen. Er arbeitet auch im Vorstand der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Jerusalem Foundation.

Platzeck war nach der Wende 1990 als Abgeordneter der Fraktion Bündnis 90 in den Landtag eingezogen und hatte das Umweltministerium übernommen. Große Popularität und den Beinamen „Deichgraf“ errang er bei der Oderflut 1997. Ein Jahr später wurde er Oberbürgermeister in Potsdam. Nach der Landtagswahl 2002 übernahm er das Amt des Ministerpräsidenten.