Starker Anstieg:

Mehr Brandenburger beichten Steuersünden

Das Land verzeichnet einen starken Anstieg bei den Selbstanzeigen von Steuerbetrügern. Das spült Millionen in die Kassen. Für die Bereitschaft, zu gestehen, gibt es ein prominentes Vorbild.

Im laufenden Jahr offenbaren sich deutlich mehr Steuerhinterzieher.
Friso Gentsch Im laufenden Jahr offenbaren sich deutlich mehr Steuerhinterzieher.

In Brandenburg haben sich dieses Jahr bereits fast fünfmal so viele Steuersünder angezeigt wie im gesamten Vorjahr. Wie das Finanzministerium mitteilte, offenbarten sich bis Ende September 76 reuige Steuersünder im Zusammenhang mit ausländischen Kapitalanlagen, im Jahr 2012 waren es insgesamt 16 Fälle. Der Landeskasse bescherten die Selbstanzeigen von Anfang 2010 bis Ende September Einnahmen in Höhe von 3,46 Millionen Euro.

„Offenbar vor dem Hintergrund der öffentlich diskutierten Selbstanzeige des Fußballmanagers Hoeneß in diesem Jahr gab es eine deutliche Zunahme, die auch im dritten Quartal anhielt“, sagte Ministeriumssprecherin Ingrid Mattern. Bis Ende Juni hatten sich bereits 46 Brandenburger offenbart.

Die Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung gegen den Präsidenten des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hatten seit Anfang des Jahres für Schlagzeilen gesorgt. Zudem kommt es bundesweit zu mehr Selbstanzeigen, nachdem wiederholt Steuer-CDs mit Bankkunden-Daten aus der Schweiz angekauft wurden.