Koks und Heroin:

Mehr Drogentote in Brandenburg

Illegaler Drogenkonsum bleibt in Brandenburg ein Problem. Zwar gibt es im Bundesvergleich nur sehr wenige Rauschgifttote. Insbesondere der Handel mit Cannabis ist aber auch in der Mark weit verbreitet.

Immer weniger Menschen spritzen sich Heroin – vielleicht auch, weil die Droge zu den gefährlichsten gehört.
Frank Leonhardt Immer weniger Menschen spritzen sich Heroin – vielleicht auch, weil die Droge zu den gefährlichsten gehört.

Brandenburg hat in diesem Jahr wieder mehr Drogentote zu beklagen. 2013 starben bislang vier Menschen an Rauschgiftkonsum, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte. Im Jahr 2012 hatte die Polizei insgesamt nur zwei Rauschgifttodesfälle registriert. In den Jahren 2000 bis 2009 gab es landesweit allerdings noch im Schnitt 7,8 Todesopfer.

Zwei der Drogentoten dieses Jahres starben den Angaben nach durch Heroinkonsum, in einem weiteren Todesfall lag Kokainkonsum vor. „Im vierten Fall besteht der Verdacht, dass die Einnahme von Ecstasy todesursächlich war“, hieß es.

Die bundesweiten Daten zum Drogenmissbrauch liegen laut Innenministerium für 2012 noch nicht vor. 2011 hatte Brandenburg nach Angaben des Bundeskriminalamts die niedrigste Drogentoten-Quote in Deutschland.

Kiffen ist besonders beliebt

Die am häufigsten konsumierte und verkaufte illegale Droge sei in Brandenburg mit Abstand Cannabis, erklärte das Innenministerium. „Die Verfügbarkeit wird auch durch einen Anstieg der Anbaudelikte im Zusammenhang mit Cannabisplantagen in Brandenburg innerhalb der vergangenen Jahre belegt“, hieß es.

Im Bereich der synthetischen Drogen registrierten die märkischen Sicherheitsbehörden einen Anstieg beim Konsum von Amphetamin. Darüber hinaus stieg die Zahl der polizeilich bekannt gewordenen Fälle mit kristallinem Methamphetamin (Crystal), insbesondere im südlichen Teil Brandenburgs.

Auch der Konsum und regionale Handel mit Kokain habe in Brandenburg zugenommen. Rückläufig sei nach polizeilichen Erkenntnissen dagegen der Konsum von Amphetaminderivaten (Ecstasy), Lysergsäurediethylamid (LSD) und Heroin.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung