Steigerung gegenüber 2013:

Mehr gefälschte Medikamente sichergestellt

Nachgemachte Potenzmittel oder Schlankheitspillen überschwemmen die Region. Viele Präparate können sogar gefährlich sein.

Nachgemachte Pseudo-Arzneimittel sind ein attraktives illegales Geschäft.
Rolf Vennenbernd Nachgemachte Pseudo-Arzneimittel sind ein attraktives illegales Geschäft.

Zollfahnder in Berlin und Brandenburg ziehen immer mehr verbotene Medikamente aus dem Verkehr. Beamte beschlagnahmten im vergangenen Jahr fast 85 000 illegal importierte Tabletten, teilte das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg mit. 2013 waren es noch 62 000. Die Menge an sichergestelltem Pulver war mit elf Kilogramm elfmal so hoch wie im Jahr zuvor. Das Volumen der beschlagnahmten Ampullen hat sich mit rund 15 000 Millilitern fast verdoppelt. Dagegen ging die Zahl beschlagnahmter Dopingsubstanzen wie Anabolika 2014 zurück.

„Bei den Arzneimitteln handelt es sich um Potenz- und Schlankheitsmittel sowie um rezeptpflichtige oder in Deutschland nicht zugelassene Medikamente“, informiert die Sprecherin des Zollfahndungsamts Berlin-Brandenburg, Claudia Bandelow. Diese Präparate kämen größtenteils aus Asien, aber auch aus Ägypten.

„Die nicht zugelassenen, rezeptpflichtigen, verbotenen oder gefälschten Arzneimittel werden hauptsächlich via Internet angeboten. Es gibt dafür auch einen Schwarzmarkt in Berlin und Brandenburg“, sagt die Sprecherin

Mit gefälschten Präparaten ist nicht zu spaßen: „Wenn in Fälschungen lebenswichtiger Arzneimittel wie Herzmedikamenten, Blutverdünnern oder Antibiotika der Wirkstoff fehlt, wird die Einnahme schnell lebensbedrohlich“, warnt der Sprecher des Potsdamer Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse.

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