Zoll-Bilanz 2015:

Mehr Kokain und falsche Markenkleidung sichergestellt

In Brandenburg und Berlin sind im vergangenen Jahr deutlich mehr gefälschte Kleidungsstücke sichergestellt worden, als im Vorjahr. Bei den Drogen hat vor allem ein Fall erheblich ins Gewicht geschlagen.

In Bananenkisten aus Berliner Aldi-Supermärkten sind große Mengen Kokain entdeckt worden. Nach Angaben der Polizei soll es sich um über 300 Kilogramm mit einem Marktwert von ungefähr 15 Millionen Euro handeln.
Soeren Stache In Bananenkisten aus Berliner Aldi-Supermärkten sind große Mengen Kokain entdeckt worden. Nach Angaben der Polizei soll es sich um über 300 Kilogramm mit einem Marktwert von ungefähr 15 Millionen Euro handeln.

Schuhe, Bekleidung, Handys: Zollfahnder haben in Berlin und Brandenburg im vergangenen Jahr deutlich mehr gefälschte Markenartikel sichergestellt als noch 2014. Die Zahlen erhöhten sich bei elektrischen Geräten auf mehr als 2660 Stück (2014: 711) und bei Textilien auf knapp 5500  (2014: 332).

Aber: Nicht die Taten an sich hätten zugenommen, vielmehr seien die Produkte in deutlich höherer Stückzahl vorgefunden worden, erläuterte ein Sprecher des Zollfahndungsamts Berlin-Brandenburg mit Blick auf die am Mittwoch veröffentlichte Bilanz für das Jahr 2015. Durch große Funde in Bananenkisten bei Aldi haben die Fahnder im vergangenen Jahr auch eine bislang unerreichte Menge an Kokain sichergestellt: Satte 407  Kilogramm sind gelistet – mehr als doppelt so viel wie 2014. Mehr als 380 Kilo davon gehen auf Funde in 14 Aldi-Standorten vor knapp einem Jahr zurück.

Zugenommen hat im dritten Jahr in Folge auch die Zahl der eingeleiteten Ermittlungsverfahren (1567). Es geht dabei auch um den Schmuggel unversteuerter Zigaretten, die Einfuhr in Deutschland nicht zugelassener Medikamente und falsch deklarierten Mineralöls. Der Steuerschaden 2015 wird mit mehr als 72 Millionen   Euro angegeben.

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