Ankündigung zweier Landkreise:

Mehr Kontrollen bei Straathof

Das Haltungsverbot in Sachsen-Anhalt gegen den Schweinezüchter ist bislang noch nicht rechtskräftig. Aber es hat Folgen für die Standorte in Brandenburg.

Die Anlage in Alt Tellin hat immer wieder für Schlagzeilen gesorgt.
Stefan Hoeft Die Anlage in Alt Tellin hat immer wieder für Schlagzeilen gesorgt.

Ein in Sachsen-Anhalt verhängtes Tierhaltungsverbot gegen einen Schweinezüchter hat auch Folgen für seine Firmenstandorte in Brandenburg. Die Landkreise Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz kündigten am Donnerstag auf Anfrage an, die Anlagen verstärkt zu kontrollieren.

Allerdings hätten jüngste Untersuchungen im November keine Auffälligkeiten gezeigt, sodass derzeit kein Verbot wie in Sachsen-Anhalt angedacht sei, sagte der zuständige Spree-Neiße-Dezernent Olaf Lalk. Auch dem Oberspreewald-Lausitz-Kreis liegen nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse vor, die ein solches Verbot rechtfertigen könnten.

Entscheidung des Gerichts steht aus

Der Schweinezüchter Adrianus Straathof betreibt in Drebkau (Spree-Neiße) eine Schweinemastanlage. Dem Landkreis zufolge sind dort 20 000 Schweine im Bestand. Der zweite Standort ist Wadelsdorf mit einer Sauen- und Ferkelzuchtanlage. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz gibt es nach Kreisangaben eine Schweine-Vormastanlage im Calauer Ortsteil Mlode. Straathof gilt als einer der größten Schweinezüchter in Europa.

Am Mittwoch war das Tierhaltungsverbot in Sachsen-Anhalt bekannt geworden. Hintergrund sind laut Landkreis Jerichower Land Verstöße gegen Tierhaltungsbedingungen. Das Verbot betreffe Straathof persönlich, nicht seine als juristische Personen eigenständigen Firmen. Laut Unternehmen gibt es vorläufigen Rechtsschutz gegen das Verbot. Eine Entscheidung des Magdeburger Verwaltungsgerichts stehe aus.

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