Leichter Anstieg:

Mehr Zehntklässler fettleibig

Die Entwicklung ist aber nicht dramatisch. Unter den Schulanfängern gibt es sogar etwas seltener starkes Übergewicht als 2004.

Übergewicht kommt auch unter Schülern häufiger mal vor.
Stefan Puchner Übergewicht kommt auch unter Schülern häufiger mal vor.

In Brandenburg ist Fettleibigkeit unter Zehntklässlern etwas häufiger verbreitet als noch vor neun Jahren. Das geht aus der Antwort von Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) auf eine Parlamentarische Anfrage hervor. In den Jahren von 2005 bis 2014 ist demnach der Anteil der adipösen Mädchen von sieben auf knapp neun Prozent angestiegen, bei Jungen von rund sieben auf inzwischen rund zehn Prozent.

Schulanfänger hingegen sind etwas seltener von Fettleibigkeit betroffen als vor zehn Jahren: Unter Mädchen sei der Anteil mit Adipositas seit 2004 von rund fünf Prozent auf etwa vier Prozent gesunken, bei Jungen von rund vier auf etwa drei Prozent. Das geht laut Ministerium aus Schuluntersuchungen hervor. Gesicherte Kenntnisse über die Ursachen der Entwicklung seien nicht bekannt, hieß es.

6-Jährige gelten ab einem Body Mass Index (BMI) von mehr als knapp 20 als adipös. Bei 16-Jährigen wurde laut Ministerium bei den Untersuchungen eine Grenze bei einem BMI von rund 29 zugrunde gelegt. Der BMI lässt sich aus dem Verhältnis von Körpergröße und Gewicht errechnen.

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