Radwege in der Mark:

Millionen-Spritze für Sanierung

Auf rund 7000 Kilometern können Radfahrer Brandenburg erkunden. Doch viele Strecken müssen modernisiert werden. Für einige gibt es jetzt Geld.

Brandenburg liegt beim Radtourismus gut im Rennen. Die Wege zu erhalten ist jedoch kostspielig.
Patrick Pleul Brandenburg liegt beim Radtourismus gut im Rennen. Die Wege zu erhalten ist jedoch kostspielig.

Das Land Brandenburg will in der kommenden Legislaturperiode rund 40 Millionen Euro für die Sanierung überregional bedeutsamer Radwege ausgeben. Das sagte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss des Potsdamer Landtags. Nach der Wende seien viele Brandenburger Radwege im Rahmen von ABM-Maßnahmen erbaut worden. Heute seien sie aber modernisierungsbedürftig. „Die Anforderungen der Nutzer und die technischen Möglichkeiten sind weitergegangen“, so Gerber.

Wie im Ausschuss allerdings auch deutlich wurde, ist ein Neubau landesweiter Radwege dagegen nicht geplant. Der CDU-Landtagsabgeordnete Dierk Homeyer kritisierte das deutlich. Radwege seien „eine der Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche touristische Entwicklung“, sagte Homeyer. „Der Fahrradtourismus ist ein Zukunftsmarkt für Brandenburg.“ Das Land müsse auch die „radwegnahe Infrastruktur“ fördern, etwa den Bau von sogenannten „Radlerpoints, wo Radfahrer sich servicemäßig versorgen können“.

Gerber dagegen verwies darauf, dass Brandenburg schon heute ein gut ausgebautes Radwegenetz habe. „Die ausgebaute Struktur zu erhalten, kostet eine Menge Geld.“ In Brandenburg gibt es 18 touristische Fernradwege, die der Allgemeine Deutsche Fahrradclub als Qualitätsradwege einstuft. Insgesamt gibt es im Land rund 7000 Kilometer Radwege.

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