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Minister fordert Einigung der Länder bei Atommüll

Brandenburg braucht die länderübergreifende Zusammenarbeit, um den Rückbau des früheren Kernkraftwerkes Rheinsberg abschließen zu können.

Verbraucherschutzminister Markov (rechts) besuchte das abgeschaltete AKW Rheinsberg.
Bernd Settnik Verbraucherschutzminister Markov (rechts) besuchte das abgeschaltete AKW Rheinsberg.

Brandenburgs Verbraucherschutzminister Helmuth Markov (Linke) wünscht sich eine bessere Zusammenarbeit der Bundesländer bei der Verteilung von Atommüll. „Um das Ende der Kernenergie weiter vorantreiben zu können, brauchen wir eine konsistente und bundesweit tragfähige Einigung bei der Zwischen- und Endlagerung“, meinte Markov am Donnerstag anlässlich eines Besuchs des ehemaligen Kernkraftwerks Rheinsberg. Der Meiler war 1990 abgeschaltet worden. Der Rückbau des ehemaligen Kernkraftwerks Rheinsberg hänge auch von einer Einigung der Länder ab.

Markov forderte die Länder auf, sich an der Lagersuche und der Standortprüfung in der eigenen Region zu beteiligen. Pläne der bayerischen Landesregierung, Atommüll aus dem Forschungsreaktor Garching im nordrhein-westfälischen Ahaus zwischenzulagern, hatten zuletzt bei anderen Ländern Proteste ausgelöst.

Brandenburgs Minister kündigte an, Bürger zur Lagerung von Atommüll zu informieren. Sie sollten auf diese Weise ihre Interessen einbringen können.