Stadt Bad Freienwalde:

Ministerin entscheidet über Kurstadt-Status

Der Stadt in Märkisch-Oderland droht der Verlust des Prädikats Moorheilbad. Das hat eine Reihe von Gründen.

Eine Betonhochstraße mitten durch die Stadt ist Experten zufolge für ein Moorheilbad nicht akzeptabel.
Patrick Pleul Eine Betonhochstraße mitten durch die Stadt ist Experten zufolge für ein Moorheilbad nicht akzeptabel.

Der Kampf der Stadt Bad Freienwalde gegen die drohende Aberkennung des Prädikats Moorheilbad geht in die entscheidende Runde: Die Stellungnahme der Kommune zum ablehnenden Votum des zuständigen Landesfachbeirats sei fristgerecht eingegangen, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse, am Montag. „Wir werden uns nun zur Prüfung die Zeit nehmen, die wir brauchen“, sagte Hesse. Dann entscheidet Ministerin Diana Golze (Linke) über die Zukunft der ältesten Kurstadt Brandenburgs. Der Bürgermeister von Bad Freienwalde, Ralf Lehmann (parteilos), wollte sich am Montag nicht äußern.

Lehmann, der die Stadt seit 1993 führt, hatte Anfang März einen Bürgerentscheid zu seinen Gunsten entschieden. Eine Bürger-Initiative hatte vergebens die Abwahl Lehmanns gefordert, weil sie ihn für den drohenden Verlust des Heilbad-Status mitverantwortlich machte.

Bereits 2003 hatte der Landesfachbeirat der Stadt Auflagen erteilt, die bis heute nicht erfüllt sind. So fehlten ein Marketing-Konzept und genügend Kurangebote mit dem Heilmittel Moor. Ein weiterer Punkt ist eine umstrittene Hochbrücke quer durch die Stadt, die für Lärm und Abgase sorgt.

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