Nach Medienberichten:

Missstände in Erstaufnahme eingeräumt

Seit Wochen gibt es Berichte über große Mängel in der Erstaufnahme Unterschleuse in Eisenhüttenstadt. Das Deutsche Rote Kreuz gelobt Besserung, aber noch sind viele Fragen offen.

Eisenhüttenstadt ist der wichtigste Standort im Land, an dem neu ankommende Asylbewerber aufgenommen werden.
Patrick Pleul Eisenhüttenstadt ist der wichtigste Standort im Land, an dem neu ankommende Asylbewerber aufgenommen werden.

Das brandenburgische Innenministerium hat schwere Missstände in einer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betriebenen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) bestätigt. „Es gab dort Mängel, die sich dort in den letzten Monaten erwiesen haben und wir dringen auf Abhilfe“, sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker am Montag.

So habe es Fehler im Umgang bei einem Verdacht von Vergewaltigung und sexuellen Belästigungen von Frauen gegeben, erklärte der Sprecher des Innenministeriums. Völlig unverständlich sei etwa, dass die Sätze für die Finanzierung der Verpflegung zwar erhöht worden seien, die Qualität des Essens aber zunächst nicht besser geworden sei. Nach Abmahnungen habe das DRK inzwischen nachgebessert, sagte Decker. „Man muss auch sagen, dass das DRK an anderen Orten Einrichtungen betreibt, wo es funktioniert“, wollte der Sprecher die Situation nicht dramatisieren.

Die Hilfsorganisation bestätigte am Montagnachmittag einen Medienbericht über die Ergebnisse eines internen Prüfberichts des DRK. Die Prüfer monieren demnach unter anderem, dass dort Mitarbeiter ohne entsprechende Schulung beschäftigt wurden. Maßstäbe des „professionellen Miteinanders“ seien in der Erstaufnahme Unterschleuse nicht beachtet worden und das Alarmsystem bei sexueller Gewalt in der Unterkunft habe nicht funktioniert, heißt es in dem Bericht.

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