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Museum Neuruppin öffnet mit neuer Dauerausstellung

Sechs Millionen Euro hat die Modernisierung eines der traditionsreichsten Ausstellungshäuser gekostet. Bald steht die neue Schau Besuchern offen.

Das Teuerste war der neue Anbau.
Bernd Settnik Das Teuerste war der neue Anbau.

Mit einer völlig neu konzipierten und gestalteten Dauerausstellung öffnet am 25. Januar das Museum Neuruppin nach umfangreicher Sanierung. Seit 2012 wurden nach Angaben des Museums zahlreiche Arbeiten im Umfang von rund sechs Millionen Euro erledigt, die unter anderem aus Mitteln der Europäischen Union gefördert wurden.

Das alte, in neoklassizistischem Stil errichtete Museum erhielt im Zuge dessen unter anderem einen modernen Anbau: Die Ausstellungsfläche wurde auf diese Weise um 350 auf nunmehr rund 800 Quadratmeter erweitert. Für aktuelle Wechselschauen stehen in Zukunft rund 150 Quadratmeter zur Verfügung.

Platz auch für die Industriegeschichte Neuruppins

Präsentiert werden nun mehrere Hundert Jahre Geschichte. Zu sehen ist etwa eine Stadtansicht aus dem Jahre 1652. Viele der abgebildeten Bauwerke sind aber einem verheerendem Stadtbrand Ende des 18. Jahrhunderts zum Opfer gefallen. Auch die Industriegeschichte Neuruppins hat in der neuen Schau ihren Platz.

Ein Platz in der ständigen Ausstellung hat auch ein Protestschild mit der Aufschrift „Freie Heide“. 17 Jahre lang hatten Neuruppiner gegen eine militärische Nutzung der Kyritzer Heide protestiert. Die Bundeswehr hatte lange darauf bestanden, dort einen Bombenabwurfplatz einzurichten: Am Ende hatten die Demonstranten Erfolg. Auch an berühmte Söhne der Stadt – den Baumeister Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) und den Schriftsteller Theodor Fontane (1819-1898) – wird erinnert.