Bei einer Tat war ein Postauto in Brand geraten:

Mutmaßlichem Betrüger droht Gefängnis

Der Beschuldigte hatte Pakete mit Napalmpaste, Pyrotechnik und einer Zündungsvorrichtung zur Post gegeben, um seine Betrügereien zu tarnen.

Der Prozess vor dem Landgericht in Frankfurt (Oder) beginnt am Mittwoch.
Patrick Pleul Der Prozess vor dem Landgericht in Frankfurt (Oder) beginnt am Mittwoch.

In den Paketen war keine Ware – und den Betrug wollte der Absender mit Hilfe von Pyrotechnik verschleiern. Nach dem Brand eines Postautos in Wandlitz (Barnim) muss sich von Mittwoch an ein 35 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) verantworten. Die Anklage wirft ihm Betrug, besonders schwere Brandstiftung und das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vor. Bei einer Verurteilung droht dem Beschuldigten eine mehrjährige Gefängnisstrafe.

Laut Staatsanwaltschaft hat der heute 35-Jährige über ein Internetauktionshaus technische Geräte vertrieben. Im Juli 2014 soll er auf die Idee gekommen sein, Pakete ohne die versprochene Ware zu versenden. Stattdessen soll er die Warensendungen mit Napalmpaste, Pyrotechnik und einer Zündungsvorrichtung versehen haben. Ziel sei es gewesen, die Pakete während des Postversands zu zünden, um einen Versandschaden zu inszenieren.

Zwei Pakete habe er im Sommer 2014 dann losgeschickt. Wie geplant zündete er die Warensendungen. Ein Posttransporter fing sofort Feuer und brannte binnen weniger Minuten vollständig aus. Die Flammen griffen auch auf eine Garage über. Im Juli 2014 wurde der Mann von Ermittlern gefasst. Ein Ermittlungsrichter erließ umgehend Haftbefehl.