Festnahme in Strausberg:

Mutmaßlicher Schleuser für fünf Tote verantwortlich

Es hieß, der Tatverdächtige sei schwer bewaffnet. Deshalb nahmen die GSG 9 und Spezialeinheiten die Verhaftung vor.

Bei der Festnahme stellten die Beamten auch Beweismaterial sicher.
Boris Roessler Bei der Festnahme stellten die Beamten auch Beweismaterial sicher.

In einer Wohnung im östlichen von Berlin gelegenen Strausberg (Märkisch-Oderland) ist bei einem Spezialeinsatz der Bundespolizei ein mutmaßlicher Schleuser verhaftet worden. Der 57 Jahre alte Mann aus Syrien soll für den Tod von fünf Flüchtlingen verantwortlich sein.

Ihm wird vorgeworfen, im April dieses Jahres ein mit insgesamt zehn Syrern völlig überladenes Boot trotz schlechten Wetters von der Türkei nach Griechenland auf die Fahrt übers Meer geschickt zu haben. Bei der Überfahrt unter katastrophalen Bedingungen seien fünf Menschen ertrunken, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Bundespolizei und Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder).

An dem Einsatz am Dienstagmorgen waren insgesamt 52 Beamte beteiligt. Darunter waren Angehörige der Sondereinheit GSG 9 sowie der erst vor wenigen Tagen gegründeten Bundespolizei-Spezialeinheit „BFE+“ (Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit). Es hatte Hinweise gegeben, der mutmaßliche Schleuser könne schwer bewaffnet sein. GSG-9-Beamte vollstreckten deshalb den Haftbefehl gegen ihn.

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