SEK zu Hilfe gerufen:

Mutter und Kind flüchten vor bewaffnetem Ex-Partner

Mitten in der Nacht ein Notruf: Eine 28-Jährige wurde von ihrem ehemaligen Lebensgefährten angegriffen. Um den Mann zu stellen, musste die Polizei das Sondereinsatzkommando alarmieren. Damit hatte der Angreifer scheinbar gerechnet.

Der Angreifer hat sich in dem Haus, aus dem die junge Frau entkommen konnte barrikadiert.
Patrick Seeger Der Angreifer hat sich in dem Haus, aus dem die junge Frau entkommen konnte barrikadiert.

Schlagring, Schreckschusswaffen, unter dem Einfluss von Drogen und gewaltbereit – so hat eine 28-jährige Frau aus Hohen Neuendorf ihren ehemaligen Lebensgefährten gegenüber der Polizei beschrieben. In der Nacht zu Sonntag rief sie gegen 2.40 Uhr um Hilfe, da der 36-Jährige sie geschlagen und bedroht haben soll, hieß es am Montag von der Polizei. Sie war demnach bereits vor dem Angriff im Besitz eines gültigen Gerichtsbeschlusses zum Kontaktverbot gegen den Mann. Die Frau konnte mit ihrem elf Monate alten Kind zum Glück flüchten. Sie wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Schwert bei Durchsuchung gefunden

Der Angreifer befand sich danach alleine in dem Haus. Um den Mann – laut Aussage der 28-Jährigen war er bewaffnet – zu stellen, forderte die Polizei das Spezialeinsatzkommando (SEK) an. Der 36-jährige Angreifer hatte sich verbarrikadiert und war scheinbar auf das Eintreffen der Polizei vorbereitet. Gegen 6.10 Uhr wurde er aufgegriffen, so die Polizei.

Bei einer Durchsuchung fand die Polizei nicht nur Schlagring und Schreckschusswaffen in dem Haus, wie von der jungen Frau berichtet. Ein Schwert und verschiedene "betäubungsmittelsuspekte Substanzen" wurden ebenfalls sichergestellt, wie es hieß. Gegen den 36-Jährigen wurde eine amtliche Unterbringung verfügt und der Jugendnotdienst eingeschaltet, da möglicherweise eine Kindeswohlgefährdung vorliegt.

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