Prozess beginnt:

Nach Beil-Attacke lautet Anklage auf versuchten Mord

Ein junger Mann ist brutal auf den neuen Partner seiner Ex-Freundin losgegangen. Das Opfer überlebte, aber die Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe.

Das Landgericht Cottbus hat zunächst fünf Verhandlungstage angesetzt.
Oliver Mehlis Das Landgericht Cottbus hat zunächst fünf Verhandlungstage angesetzt.

Es soll eine Liebesbeziehung gewesen sein, die mit einer grausigen Beil-Attacke im Schlafzimmer endete. Ein 30-Jähriger steht von Donnerstag an in Cottbus wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht. Die Staatsanwaltschaft ist sich den Angaben zufolge sicher, dass der Mann aus Eifersucht den neuen Partner seiner Ex-Freundin töten wollte. Der mutmaßliche Täter bestritt das aber in Vernehmungen beharrlich, wie die Anklagebehörde mitteilte.

Der Angriff geschah im vergangenen Herbst in Forst, einer brandenburgischen Kleinstadt an der Grenze zu Polen. Den zwölf Jahre alten Sohn der Frau soll der mutmaßliche Täter gezwungen haben, die Wohnungsschlüssel herauszurücken. Dann kam es zur Konfrontation im Schlafzimmer. Der Täter hob laut Anklage das Beil, das noch schlaftrunkene Opfer wehrte sich. Der Mann wurde vom Angreifer an den Armen und am Kopf verletzt.

Angegriffener wehrte sich

Die Frau und ihren Sohn soll der Angeklagte mit Schlägen traktiert haben. Weil sich der neue Partner nach Kräften wehrte, ließ der Angreifer schließlich von ihm ab und trat die Flucht an. Nach mehreren Tagen nahm die Polizei den jetzt Angeklagten letztlich fest. Der damals 29-Jährige hatte sich demnach bei einem nahen Verwandten aufgehalten.

Das Landgericht hat für den Prozess wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Nötigung bislang fünf Verhandlungstage geplant.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung