Folgenschwerer Unfall an Stromleitung:

Nach Tod von 100 Kranichen mehr Vogelschutz gefordert

Bei Nebel sind vor einigen Wochen etwa 100 Kraniche und drei Schwäne an einer Stromleitung im Havelland tödlich verunglückt. Naturschützer schlagen Alarm.

Die Reste von rund 40 toten Kranichen wurden erst im Januar gefunden.
Förderverein Großtrappenschutz e.V. Die Reste von rund 40 toten Kranichen wurden erst im Januar gefunden.

Die Umweltorganisation Kranichschutz Deutschland fordert eine wirksamere Markierung von Überland-Stromleitungen, um die Vögel besser vor tödlichen Unfällen zu schützen. Anlass ist das massenhafte Sterben von rund 100 Kranichen und drei Schwänen an einer Leitung in der Gemeinde Märkisch Luch (Havelland), teilte die Kranichschutz Deutschland GmbH am Mittwoch mit. Die Kraniche sind bisherigen Erkenntnissen nach Mitte Dezember bei Nebel mit der Überland-Leitung kollidiert und an den Folgen gestorben. Offenbar war die Leitung zumindest bei Nebel unzureichend gegen Vogelanflug gesichert.

Bekannt wurde der Fall durch Anwohner, die sich im Januar an die Umweltschützerin Anke Goersz von der Landesarbeitsgruppe Kranichschutz Brandenburg wandten. Die Landesarbeitsgruppe gehört zur Kranichschutz Deutschland GmbH.

Jetzt 4 Wochen zum Sonderpreis: Nordkurier digital testen!