Prozess wegen Mordes an Kindern:

Nachbar des Angeklagten macht sich Vorwürfe

Der Schrebergarten-Anrainer hatte dem mutmaßlichen Kindermörder eine Schaufel gegeben, die ihm womöglich das Vergraben des toten Elias erleichterte.

Der Beschuldigte Silvio S. muss sich vor Gericht für die Tötung der Jungen Elias und Mohamed verantworten.
Bernd Settnik Der Beschuldigte Silvio S. muss sich vor Gericht für die Tötung der Jungen Elias und Mohamed verantworten.

Der Schrebergarten-Nachbar des mutmaßlichen Kindermörders Silvio S. hat nach eigenen Worten Schuldgefühle, weil er dem Mann eine Schaufel geschenkt hat. „Diese schreckliche Tat! Nachdem das passiert ist, mache ich mir selbst Vorwürfe, weil ich ihm die Schippe gegeben und ihm die Arbeit erleichtert habe“, sagte der 55-Jährige aus Luckenwalde südlich von Berlin am Montag beim Prozess um den Tod der Jungen Elias (6) und Mohamed (4).

Die Leiche von Elias wurde im Kleingarten von Silvio S. gefunden. Der 33-Jährige hat das Töten beider Kinder nach seiner Festnahme bei der Polizei zugegeben, schweigt aber bislang vor Gericht.

Im Sommer 2015 habe Silvio S. mit seinen Händen, nur mit Handschuhen geschützt, die Erde durchwühlt. „Ich konnte das nicht sehen, dass er so arbeitete. Da habe ich ihm eine Schippe gegeben, die ich nicht mehr brauchte“, sagte der 55-Jährige.

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