1500 Schüler ohne Noten:

Nachsitzen bei Zeugnisvergabe

Da der Unterricht zu oft ausfiel, gibt es auf vielen Zeugnissen weiße Flecken. An fehlendem Geld für Vertretungslehrer soll das nicht liegen. Woran dann?

Welche Note würde das Bildungsministerium wohl für den häufigen Unterrichtsausfall bekommen?
Heiko Wolfraum Welche Note würde das Bildungsministerium wohl für den häufigen Unterrichtsausfall bekommen?

Rund 1500 Schüler in Brandenburg erhalten dem Bildungsministerium zufolge keine kompletten Halbjahreszeugnisse. Darunter sind beispielsweise Schüler der Oberschule Templin, bei denen das Fach „WAT“ (Wirtschaft, Arbeit, Technik) zu oft ausfiel. Und an der Templiner Goethe-Grundschule wurde LER – Lebensgestaltung, Ethik, Religionskunde – zu wenig unterrichtet, um in diesem Fach Zensuren zu erteilen. Und an der Talsand-Gesamtschule in Schwedt fiel in einigen Klassen der Kunstunterricht zu oft aus.

Das teilte das Bildungsministerium am Montag in Potsdam mit. „Das Geld für Vertretungslehrer ist da, aber oft fehlen uns dafür trotz intensiver Suche die fachspezifischen Lehrkräfte oder Seiteneinsteiger“, sagte Bildungsminister Günter Baaske (SPD).

Allerdings sei die Zahl der Schüler, die erneut keine Noten erhielten, stark gesunken: Im Vergleich zum Vorjahr habe sie sich um fast 60 Prozent verringert. Es seien nur noch 0,6 Prozent der insgesamt 248  000  Brandenburger Schüler betroffen.

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