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Nachwuchsprobleme bei der Feuerwehr

Bei Bränden, Unfällen und Hochwassern helfen die Feuerwehren sofort – und das meist ehrenamtlich. Doch die Mitgliederzahlen schrumpfen jährlich. Vor allem ländliche Regionen haben damit zu kämpfen.

Feuerwehrleute kann es nie genug geben. Foto: Michael Helbig
Michael Helbig Feuerwehrleute kann es nie genug geben. Foto: Michael Helbig

Alarm bei der Feuerwehr: Umgestürzte Bäume und Großbrände sind nicht die einzigen Probleme, mit denen sich die Feuerwehreinheiten des Landes beschäftigen. Immer häufiger klagen Mannschaften über Nachwuchsmangel und sinkende Mitgliederzahlen. „Jedes Jahr gibt es ungefähr 1000 Feuerwehrleute weniger“, sagte Manfred Gerdes, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes. Versorgungslücken könne er derzeit zwar ausschließen, doch dürfte es künftig schwierig werden, den flächendeckenden Brandschutz zu gewährleisten.

Grund für den Mitgliederschwund sei vor allem die demografische Entwicklung. Besonders in ländlichen Regionen der Uckermark und Prignitz könnten die Verluste aus Altersgründen nur schwer durch Neuzugänge ausgeglichen werden. „Es gibt kaum noch junge Leute, die sich ehrenamtlich engagieren wollen“, kritisierte Gerdes. Zudem sei es schwierig, die Jugendlichen zu halten.

Die Mitgliederzahlen bei den Jugendfeuerwehren steigen allerdings laut Innenministerium seit 2007 wieder leicht an. 11 916 Jugendliche trainierten im vergangenen Jahr den Einsatz im Ernstfall, also 243 mehr als im Vorjahr.

Um den Nachwuchsmangel auszugleichen, ließ sich der Landesfeuerwehrverband bereits einiges einfallen. Mit einer Werbeaktion auf Bussen in der Uckermark konnten erste Erfolge erzielt werden. In Eichwalde (Dahme-Spreewald) wird jeder Neubürger über die Angebote der Freiwilligen Feuerwehr informiert. Außerdem sollen Aktionswochen und Tage der offenen Tür das Interesse am Brandschutz wecken.