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Nackte könnten bald in Brandenburg wandern

Bevor jeder ohne Kleidung in der Mark herumläuft, muss natürlich erst einmal eine Route festgelegt und getestet werden. Eine Gruppe von FKK-Wanderern hat das jetzt getan.

Brandenburg könnte den dritten Nacktwanderweg Deutschlands bekommen. An einer Probewanderung bei Trebbin (Teltow-Fläming) hätten sich 85 Anhänger der Freikörperkultur aus ganz Deutschland beteiligt, sagte Stadtsprecherin Beate Rantzsch. „Die Teilnehmer waren begeistert: Tolle Natur, flaches und wenig hügeliges Gelände.“

Einige Wanderer seien mit Schuhen gekommen, andere barfuß und mit nichts am Körper als einen Wanderrucksack. Rund sechs Kilometer liefen sie durch das umzäunte Gebiet im Wildgehege Glauer Tal. Die übrigen Besucher seien vorher über die ungewöhnliche Wandertruppe informiert worden.

Vorbilder im Harz und der Lüneburger Heide

In den kommenden Wochen soll darüber diskutiert werden, ob auf dem Gelände künftig regelmäßig Wanderer die Hüllen fallen lassen dürfen, hieß es in der Trebbiner Stadtverwaltung. Der passionierte Barfuß- und Nackwanderer Ulfert Hanschur hatte den Antrag auf Einrichtung des Rundwegs gestellt. „Man nimmt seine Umwelt ganz anders wahr: den Wind und die Sonne“, sagte Hanschur zum Hintergrund seiner Leidenschaft.

Zwei offizielle deutsche Nacktwanderwege gibt es bereits im Harz und in der Lüneburger Heide. Für Freikörper-Fans bietet Brandenburg noch mehr Möglichkeiten: zum Beispiel FKK-Stellen an Badeseen und Nackt-Campingplätze.