Millionen Euro als Förderung:

Nähe zu Polen zahlt sich für die Uckermark besonders aus

Die Grenzen verwischen: Immer öfter machen Polen und Brandenburg gemeinsame Sache. Die Uckermark profitiert in Form einer gigantischen Finanzspritze.

Landrat Dietmar Schulze (Mitte) sitzt in Prenzlau neben Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD, 2. von rechts) und Finanzminister Helmuth Markov (Die Linke, rechts). Die Kabinettsmitglieder der Landesregierung besuchten den Landkreis Uckermark und trafen sich danach im Landratsamt zu einer gemeinsamen Sitzung mit der Kreisverwaltung.
Bernd Settnik Landrat Dietmar Schulze (Mitte) sitzt in Prenzlau neben Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD, 2. von rechts) und Finanzminister Helmuth Markov (Die Linke, rechts). Die Kabinettsmitglieder der Landesregierung besuchten den Landkreis Uckermark und trafen sich danach im Landratsamt zu einer gemeinsamen Sitzung mit der Kreisverwaltung.

Brandenburg will die Zusammenarbeit mit Polen weiter vorantreiben und gemeinsame Projekte mit rund 30 Millionen Euro fördern. Dies habe Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) in der Uckermark bekannt gegeben, sagte Regierungssprecher Thomas Braune. Mit dem Geld sollten in den kommenden sechs Jahren Initiativen in der Euroregion Pommerania unterstützt werden. Landrat Dietmar Schulze verwies gegenüber dem Uckermark Kurier zudem auf 1600 Polen, die inzwischen in der Uckermark ihren Wohnsitz hätten. „Das wäre vor einiger Zeit noch undenkbar gewesen.“

Wer Projekte fördern lassen möchte, könne dies demnächst auch in einer neu eingerichteten Kontaktstelle in Eberswalde (Barnim) tun, sagte Braune. Noch in diesem Jahr will Brandenburg zudem ein Partnerschaftsbüro in Stettin (Szczecin) eröffnen. Nach Überzeugung von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) profitiert die Uckermark von der Nachbarschaft zu Polen. Es werde an einem Entwicklungskonzept für die neue grenzüberschreitende Modellregion gearbeitet, hieß es bei einem Besuch der rot-roten Landesregierung in Prenzlau.

Regierungschef und Minister setzen damit ihre Reihe „Kabinett vor Ort“ fort. Woidke und seine Kabinettskollegen informierten sich vor allem über die wirtschaftliche Entwicklung der Region im Nordosten des Landes. „Es ist der Uckermark in den vergangenen Jahren gelungen, wirtschaftliche Fortschritte zu machen und als Tourismusregion mit intakter Natur und attraktiven Kulturangeboten auch bundesweit bekannt zu werden“, sagte Woidke.

Die Finanzlage der Region hat sich aus Sicht des Regierungschefs stabilisiert. So sei es gelungen, einen Kassenkredit von etwa 33 Millionen Euro (2006) auf etwa 22 Millionen Euro abzusenken. Dazu beigetragen hätten auch Landeshilfen.

Eine wichtige Funktion für die Region hat nach den Worten Woidkes der Standort Schwedt/Oder. Die Region zeichne sich durch ihre Innovationsstärke aus und sichere Arbeitsplätze.

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