Ortsumgehung geplant:

Neuer Hochwasser-Schutz für Breese

Der Prignitz-Ort Breese war im Juni 2013 besonders stark von den Hochwassern in Brandenburg betroffen. Damals stand das Dorf zu großen Teilen unter Wasser. Neue Schutzmaßnahmen sollen künftig Überflutungen vorbeugen.

Eine Dorfstraße im 2013 überfluteten Prignitz-Ort Breese.
Axel Heimken Eine Dorfstraße im 2013 überfluteten Prignitz-Ort Breese.

Eine Umgehungsstraße soll das Dorf Breese künftig besser vor Hochwasser schützen. Am Mittwoch begannen die Arbeiten in dem Ort, der 2013 vom Hochwasser besonders schwer betroffen war. Damals konnte das etwa drei Kilometer entfernte Flüsschen Stepenitz nicht in die Elbe abfließen, Teile des Ortes wurden überflutet.

Die Elbe selbst war bei Wittenberge, das etwa zwei Kilometer östlich von Breese liegt, auf knapp 8 Meter angestiegen. Normal sind dort 2,77 Meter. Seit 2002 war dies die dritte Überflutung des knapp 1500 Einwohner zählenden Dorfes.

Kosten liegen bei 16 Millionen Euro

Der Damm der Straße schließt eine Lücke zu zwei bereits fertigen Teilen des Deiches für Breese. Ende 2018 sollen die Arbeiten beendet sein. Nach der Entdeckung von zwölf Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg ist noch bis März 2017 der Kampfmittelbeseitigungsdienst im Einsatz.

Die Straße bindet den Hafen Wittenberge und die Bundesstraße 189 an. Zum Projekt gehören auch der Neubau von zwei Brücken, die Erneuerung von Leitungen und ein Radweg. Die komplette neue Hochwasserschutzanlage soll im Jahr 2020 fertig sein. Sie kostet 16 Millionen Euro.